Psychologische und emotionale Schäden

Einbruchsopfer an der Belastungsgrenze

Ein Viertel einer Umfrage von Einbruchsopfern ergab, dass sie massive persönliche Schäden davongetragen haben. Neben Schlafstörungen und innerer Unruhe verfallen manche sogar in eine Depression.

Nur durch professionelle Hilfe gelingt es Betroffenen, sich langsam wieder ein Leben aufzubauen und stabil zu werden.

„Ein Einbruch kann Folgen für mehrere Jahre haben“, so kann es der Weisse Ring tagtäglich bei der Betreuung von Einbruchsopfern berichten!

Danach kommen Schock und Zweifel

„Man hat sehr persönliche Gegenstände bis hin zur Unterwäsche in seiner Wohnung. Darin haben fremde Leute rumgewühlt  – das erregt bei vielen Menschen absoluten Ekel und auf der anderen Seite eine ungeheure Unsicherheit und Wut.“ – Friedrich Schulze, Außenstellenleiter des Weissen Ring e.V. Chemnitz.

Einen Schock erleben etwa 30 % der Opfer nach einem Einbruch. Hilf- und Schutzlosigkeit kennzeichnen über Stunden, Tage und manchmal auch Wochen die Zeit nach einem Einbruch.

Ein Glück für Einbruchsopfer ist, wenn es nicht auch noch zu einer Begegnung mit den Einbrechern gekommen ist. Für etwas 20 % ist diese über den normalen Einbruch hinausgehende Erfahrung leider eine weitere Katastrophe. Noch mehr als ohne diese Konfrontation, kommen Zweifel an der persönlichen Sicherheit auf.

Der Stress nach einem Einbruch

Trotz der Hilfe von Polizei und Versicherungen fühlen sich Einbruchsopfer gestresst und überlastet. Notwendige Fragen der Polizei vertiefen noch einmal das erlebte Geschehen.

Ob zum Schluss die Tat aufgeklärt wird, ist dabei für die Einbruchsopfer zweitrangig. Die Arbeiten der Spurensicherung und die danach folgende Auseinandersetzung mit der Versicherung zur Übernahme entstandener Kosten zermürben die Opfer in einem wochenlangen Prozess.

Für manch einen Gewerbetreibenden hinterlassen Einbrüche noch ganz andere Spuren. Wenngleich Versicherungen mehr oder weniger in einem Schadensfall zahlen, kann der Geschäftsbetrieb oft über Tage nicht mehr aufgenommen werden. So sind zum Beispiel Hersteller von Lebensmitteln wie Bäcker oder Metzger dazu gezwungen, ihre Waren und Zutaten zu vernichten, da eine Kontaminierung bei einem Einbruch nicht ausgeschlossen werden kann.